
Wo genau verläuft die Grenze zwischen Leben und künstlerischer Erfahrung? Ist alles, was auf der Bühne geschieht, Darstellung? Und sind die Situationen unseres Alltags wirklich frei von Bedeutung?
Das Programm «Situationen» verwischt diese Grenzen: Klang, Geste und körperliche Handlung greifen ineinander, bis Fiktion und Realität, Bühne und Leben nicht mehr klar voneinander zu trennen sind. Die Musiker*innen spielen ihre Instrumente, aber sie bewegen sich auch durch den Raum, sprechen miteinander, geraten in Konflikt und finden vielleicht wieder zueinander.
So richtet «Situationen» den Blick auf das scheinbar Gewöhnliche. Alltägliche Handlungen werden zu musikalischem Material, vertraute Gesten erscheinen in neuem Licht. Ein Programm über die kleinen Dramen des Zusammenlebens und über die Schönheit, die in ihnen verborgen liegt.
Helena Cánovas (1994) - Four readers (2018/2026)
für vier Performer*innen
François Sarhan (1972) - Situations (2008-2020)
für 2 und 3 Performer*innen
Charles Kwong (1985) - The Forest Also Gazes Into You (2019)
für Violine, Cello und Klavier
Irane Clavel (2002) - Your aura is overdrawn (2025)
für zwei Performer*innen
Nirmali Fenn (1979) - A High-wire Act (2014)
für Violine, Cello und Klavier
Georges Aperghis (1945) - Trio (2012)
für Violine, Cello und Klavier